was so alles passiert!

Samstag, 6. Oktober 2012


polen im august 2012 - wir waren paddeln in den masuren, und zwar zu dritt. denn seit einer ganzen weile weicht uns ein kleiner mensch nicht von der seite (gut, er ist eher frontal untergebracht), der sich bald schon auf den weg machen und die welt erkunden wird.
polen scheint ihm schon mal gefallen zu haben, zumindest wurden keine gegenteiligen meinungen kundgetan - und uns hat der sonnige urlaub auch sehr gut getan. endlich wieder einmal raus aus dem arbeitstrott, zelten, boot fahren, in der natur sein, interessante menschen kennenlernen.


etwas "unbewohnter" hatte ich mir die masuren vorgestellt, wir hatten auch dementsprechend die "urwald-ausrüstung" dabei, unter anderem einen lebensmittelvorrat, der für die ganze zeit gereicht hätte. doch ich habe die vorzüge des touristisch erschlossenen gebiets auch immer wieder genossen, ob es nun eine toilette, dusche oder ein imbiss mit leckeren pierogi waren. unsere unterkünfte waren abwechslungsreich, von kuhwiese (ein echtes highlight, auch wenn wir uns da zu beginn nicht ganz so sicher waren) bis campingplatz mit strandbar war alles dabei. die polnischen wildschweine schickten uns in der letzten nacht noch einen fuchs vorbei, der mich unglaublich in aufregung versetzte - und außerdem unser letztes stück salami fraß.
kurzum: die zwei wochen polen waren toll!

im frühjahr waren wir für ein wochenende in ostfriesland, haben hinterm deich gezeltet, wattwürmer bestaunt, muscheln gesammelt...und original ostfriesentee in einer kitschigen, aber gemütlichen teestube genossen (unglaublich schwere teekannen hatten die da! ich konnte unsere kaum anheben).


außerdem statteten wir dem harz über ein wochenende mal wieder einen besuch ab, wanderten zum brocken hinauf und dann ein bisschen hierhin und dorthin (wer wollte noch gleich die route planen? wir sind ja spontan ;-) )


zum wandern fehlt mir inzwischen die puste, mein arbeitsmodus ist auf "brüten" eingestellt und so nutze ich die reichliche sofa-zeit, um zu stricken, zu lesen und mich zu entspannen. und zum beispiel hier einen neuen blog-eintrag zu schreiben. gewandert werden kann später wieder ;-)

dem wind die stirn bieten! (oder auf rückenwind warten)

Dienstag, 24. Januar 2012

ein semester kindheitspädagogik hab ich nun fast geschafft, und ich muss sagen, es gefällt mir sehr gut. die inhalte interessieren mich persönlich - und das ist die hauptsache, wie ich in meinem ersten studium festgestellt habe. die themen sind aktuell und betreffen jeden, ich sehe eine zukunft für mich im arbeitsleben und werde nach meinem abschluss breit genug ausgebildet sein, um mich in verschiedene richtungen orientieren zu können. hurra!

(bild groß machen! ich mag diese inschriften an den häusern)

in sachen schnee: in niedersachsen gibt es immer noch keinen, manch einer spekuliert auf februar oder gar april, aber ich glaube nicht mehr dran. er fehlt mir auch kein bisschen, jetzt, wo weihnachten und mein geburtstag eh vorbei sind - ich will viel lieber frühling! und die schneeglöckchen auch.

statt schnee haben wir regen und viel wind. was sagte der herzensmann, er braucht ihn richtig beim fahrradfahren, diesen wind oder sturm.
ich kann das von mir nicht behaupten, hab ich geantwortet, ich vermisse ihn nicht...und ein paar tage später ist mir aufgegangen, doch, der wind ist gar nicht schlimm, es kommt nur darauf an, aus welcher richtung er kommt :-) zum bahnhof fahren wir im rechten winkel, wenn also der wind zuerst von der seite auf mich einpustet, hab ich den anderen teil der strecke über schöönen rückenwind - und der gefällt mir echt gut!

(hier gibt es so viele schöne altstädte...hier celle)

als nächstes steht ein praktikum im kindergarten an, auf das ich gespannt bin. spielzeugfreie zeit, das hab ich noch nie erlebt und kann es mir auch noch gar nicht richtig vorstellen. keine bücher, kein papier und stifte, nur möbel und decken. werde berichten.

unbedingte leseempfehlung: sasa stanisic: wie der soldat das grammofon repariert. ein unglaublich tolles, lebendiges buch :-)

(abendblick aus dem fenster)

noch-januar-grüße,
das manu

** schneeflöckchen **

Freitag, 9. Dezember 2011

erst dachte ich, die chancen für schnee seien mit meinem umzug gesunken. aber nein, heute habe ich die ersten flocken im gesicht gespürt :-)

nach niedersachsen hat es uns verschlagen, in ein kleines dorf der hildesheimer börde.
ich habe ein neues studienfach gewählt und bald ist das erste semester schon vorbei - ziemlich bald sogar! ich habe wieder ein studentenleben. morgen die erste prüfung.

beim umziehen scheint gewöhnung wirklich alles zu sein. das hätte mir als altem umzugs-fuchs eigentlich klar sein müssen, aber ich habe trotzdem die erste zeit in der neuen umgebung erstmal kräftig vor mich hingemotzt - unnötigerweise. ich musste mich auch bei diesem umzug natürlich wieder an neues gewöhnen, und das hat wie immer eine weile gedauert.
nun ist die meckerphase vorbei, ich schaue wieder gelassener und ruhiger in meine umwelt, die mir auch nicht mehr so fremd ist. ich kenne meine wohnung, kenne meine straße und meine fh und außerdem neue leute. ich habe eine richtig neue kultur kennengelernt, in der man bis 12 uhr mittags mit "guten morgen" begrüßt und ungläubig angeschaut wird, wenn man "dreiviertel" sagt. ja, man gewöhnt sich daran :-)


vor unserem umzug haben wir eine groooße reise gemacht, mit bus und bahn - balkanflexip(l)ass machts möglich :-)
start war eine echt griechische hochzeit - okay, mit deutschem einfluss ;-) in der nähe von athen, dann bezwangen wir (fast) den olymp (keine legendären götter getroffen), schauten uns westbulgarien an, rumänien in auszügen (bukarest zum beispiel) und reisten über die ukraine (l'viv) und polen (davon hab ich nix gesehen, weil geschlafen) zurück nach dresden.

oft und gern denk ich an diesen tollen urlaub zurück, an die vielen menschen, die wir getroffen haben, die dinge, die wir gesehen und erlebt haben. an die anstrengung und das glück :-) ich möchte bald wieder verreisen.

nun sind es nur noch wenige tage bis weihnachten, und ich liebe weihnachten! schwibbogen, räuchermänner und nussknacker sind aufgestellt, weihnachtssträuße geschmückt und die geschenke gekauft (eins ist noch in arbeit!). die feiertage werden wir bei unseren familien verbringen und dann bis silvester zeit für uns haben, vielleicht zu hause, vielleicht unterwegs...

die farne winken!

Mittwoch, 27. Juli 2011

wir haben es getan, wir waren wieder wandern - schon zum zweiten mal im letzten monat, und zwar in der sächsischen schweiz. pardon, diesmal auch in der böhmischen.
zwischendrin waren wir fische fangen und unsere familien besuchen, verbunden mit test-zelten im garten :-)

für extra-spannung sorgten: eine eingeschlagene autoscheibe, eingesperrtsein auf dem prebischtor mit anschließendem rausklettern in luftiger höhe.
außerdem musste mein "herbst"kleid dran glauben und wurde vollständig aufgelöst. ich hab es einfach nicht geschafft, eine gerade kante hinzukriegen. zum abschied im "england england" in der neustadt sah es so aus:


impressionen des letzten monats folgen hier:

das erste wandern mit boofen wurde sonntags von heftigem regen und durchweichten hosen vorzeitig beendet, es blieb bei einer kleinen runde um hinterhermsdorf:


beim angeln in der nähe von leipzig endete der tag in einem wunderschönen, vielfotografierten abendhimmel:


...und schließlich sind wir am vergangenen sonntag von hinterhermsdorf über hinterdittersdorf, mezni louka und das prebischtor nach hrensko/schöna gelaufen.
für meine begriffe eine lange tour, besonders das stück zwischen mezni louka und dem prebischtor zog sich unglaublich lang hin.
die umgebung war aber teilweise sehr schön verwildert und wir konnten einige tolle ausblicke genießen.


der muskelkater ist verklungen, wohin wird es uns dieses wochenende verschlagen? :-)

unter der woche, nach der arbeit, werden zurzeit meine studienpläne in die tat umgesetzt, die zusagen sind da! nun heißt es, entscheidungen treffen, unterlagen einreichen und los gehts!

herzliche grüße,
das manu

verordnete ruhe.

Montag, 13. Juni 2011



[anfang mai. meine lieblingskatze hatte eine mission: schmusen! sofort!]

eigentlich hatte ich mir die letzte woche anders vorgestellt. ich hatte gerade meine fsj-einsatzstelle gewechselt und wollte:
- die kinder genauer kennenlernen, mich bei allen eltern vorstellen, mir die namen einprägen, bande knüpfen, mich den kindern öffnen
- meine neuen aufgaben entdecken, kreativ denken und arbeiten, den tagesablauf verinnerlichen

- selbstbewusstsein in der neuen situation gewinnen.
kurz gesagt, ich hatte mir viel vorgenommen. ich wollte in der neuen einsatzstelle ankommen.


und dann wurde ich krank. erste diagnose: leichte grippe. am tag drauf: mandelentzündung. zwei tage später: heftigst entzündete mandeln. behandlung mit antibiotika und: krankschreibung. so lange war ich in meiner ganzen fsj-zeit noch nicht krankgeschrieben. und dann gerade jetzt!


nach wochen und monaten der anspannung war etwas ruhe eingekehrt und dann reagierte mein körper so, wie er es oft tut in solchen situationen: er verordnet mir eine pause. die dinge, die sich ereignet hatten, mussten erst einmal sacken und bearbeitet werden.

obwohl ich mich selbst ziemlich unter druck setzte, weil ich doch gerade erst in der neuen stelle angefangen hatte, war ich froh darüber, diese pause verschrieben zu bekommen, denn es ging mir wirklich nicht gut. mit zunehmender besserung meines gesundheitszustandes konnte ich dann endlich alte baustellen in meinem kopf, meinem zimmer, meinen unterlagen aufräumen.


mein liebster hat über skype tagtäglich die krankenbetreuung geleistet, meine schwester die abendschichten übernommen. eine liebe freundin hat mich mit einem beim stricken verplauderten nachmittag wieder auf andere gedanken gebracht.
vielen dank, ihr drei :-)

[samstag in der neustadt. wimmelbild: wer findet die langgestreckte katze,
dani mit verschränkten armen und manu mit der kamera?]

inzwischen fühle ich mich wieder viel besser, auch wenn der hals noch kratzt, und ich kann sagen, ich habe die zeit genutzt. für so viele sachen. fürs gesundwerden, ordnen, schreiben, denken, stricken, basteln, aufräumen, putzen, aussortieren.

[vor zwei wochen. sächsische schweiz, wald an der hohen liebe]

fast fertig ist jetzt das nest, das ich für den baldigen heimkehrer und mich bereite, denn wir brauchen platz und ordnung, um die nächsten zwei/drei monate hier in meinem kleinen zimmer zusammen leben zu können. vieles ist jetzt fertig geworden, ein paar dinge will und muss ich noch vorbereiten.
glühende vorfreude macht sich breit, denn wir werden nun zusammenbleiben. und wir haben noch den ganzen sommer vor uns :-)

die pause war gut, nun kann ich wieder starten. ich nehme langsam anlauf...


viele grüße,
das manu

[neustadt-wandschmuck, ließ mich erst lachen und dann nachdenken.
das erste trifft zum glück nicht zu, aber das andere...]

nun

Dienstag, 17. Mai 2011

ja, ich war tatsächlich in vietnam. ich habe mich anfang letzten monats in ein flugzeug gesetzt, geschlafen und als ich aufwachte, war ich in vietnam.
auf fragen, ob es denn "schön" war, ist in dieser sache nicht leicht zu antworten. einerseits war es schön, schließlich konnte ich einen monat mit meinem liebsten verbringen, ich hatte urlaub, ich konnte ausschlafen, habe viel gesehen. viel neues vor allem. naja, und dann war es auch wiederum nicht so schön, zumindest nicht in ha noi, der hauptstadt - nur haben wir dort eben die meiste zeit verbracht ;-)
es ist halt kein klassisch durch und durch schönes urlaubsland, sagen wirs mal so. die natur ist schön, aber bedroht. ein bitterer nachgeschmack ist eigentlich immer dabei...
ich habe viel gelernt, wirklich unglaubliches gesehen, gehört, gefühlt, gerochen und geschmeckt (gut, mit dem schmecken hab ich mich zurückgehalten...). urlaub für alle sinne?
meine verantwortung als bloggerin bringt mich dazu, wenigstens eine winzige auswahl meiner bilder hier zu zeigen:


nun versuche ich, weitere bewerbungen für mein neues studium fertigzubasteln, nebenbei erfreue ich mich an:

> strickereien (zurzeit auf den nadeln: mein herbst-kleid, ein paar socken, ein spiralschal)
> sommerlichen temperaturen verbunden mit eis
> dem draußensein mit meinen kindergartenkindern, auf den sommerbänken mit ihnen tee trinken, die ersten barfußläufer von socken befreien, mit jauchzendem kleinkind schaukeln, auf einer decke klappernde bälle hin- und herrollen, steine aus schuhen schütteln, rutschen, schatten und sonne genießen
> fahrradfahren! frei sein!
> aufräumen. ja, man glaubt es kaum, ich räume mit freude auf!
> in fremden gärten den frühsommer genießen, zum beispiel bei meinen eltern
> erdbeeren kaufen
> freuen auf das leipziger wollefest!
> kochen mit viel gemüse
> planen, entwerfen und träumen meiner zukunft. ich glaube, es stehen rosige zeiten bevor :-)

das "muss" eines vietnam-bezogenen eintrags hat mich blockiert, deshalb hat es so lange gedauert...aber eigentlich sollte ich mich von einem blog zu nichts zwingen lassen, nicht wahr? ;-)

herzliche grüße,
das manu

Samstag, 19. März 2011

über meiner stadt leuchtet heute der große, helle vollmond.

ich habe hier lange nichts mehr geschrieben oder gezeigt...dabei fehlte es nicht an inspiration und immer wieder war ich kurz davor, etwas zu verfassen.

ein kleiner, überschaubarer zeitraum von zwei wochen trennt mich noch von meinem bisher größten abenteuer in diesem jahr: ich fliege nach vietnam.
ich, die noch nie geflogen ist (meinen rundflug mit einem segelflieger zähl ich mal nicht mit), ich fliege für einen monat nach ha noi.
meine vorfreude darauf, dort meinen liebsten endlich wiederzusehen, kann nur er sich vorstellen. und diese aufregung, das erste mal wirklich über deutsche grenzen hinauszuziehen, ist unglaublich. ich bin deshalb zurzeit ständig unter strom, aufgedreht und hibbelig. am liebsten würde ich sofort losfliegen :-)

nun gilt es noch einige dinge vorzubereiten, obwohl der großteil zum glück schon erledigt ist. kleinere nachfragen, organisatorisches für die zukunft, organisatorisches für die vergangenheit. was man nicht alles plant, wenn man mal einen monat nicht da ist ;-)

diese 4 wochen werden schnell vorüberziehen. doch ich werde so viele eindrücke, momente und erfahrungen speichern, wie ich kann - und auch hier mitteilen.

so richtig überzeugt bin ich von meiner kamera nicht, daher wundert es nicht, dass eins der wenigen bilder aus letzter zeit mit meinem handy gemacht wurde:

der frühling ist da! unaufhaltsam!

(schneeglöckchen im garten meiner eltern)

viele grüße,
das manu