eigentlich hatte ich mir die letzte woche anders vorgestellt. ich hatte gerade meine fsj-einsatzstelle gewechselt und wollte:
- die kinder genauer kennenlernen, mich bei allen eltern vorstellen, mir die namen einprägen, bande knüpfen, mich den kindern öffnen
- meine neuen aufgaben entdecken, kreativ denken und arbeiten, den tagesablauf verinnerlichen
- selbstbewusstsein in der neuen situation gewinnen.
kurz gesagt, ich hatte mir viel vorgenommen. ich wollte in der neuen einsatzstelle ankommen.
und dann wurde ich krank. erste diagnose: leichte grippe. am tag drauf: mandelentzündung. zwei tage später: heftigst entzündete mandeln. behandlung mit antibiotika und: krankschreibung. so lange war ich in meiner ganzen fsj-zeit noch nicht krankgeschrieben. und dann gerade jetzt!
nach wochen und monaten der anspannung war etwas ruhe eingekehrt und dann reagierte mein körper so, wie er es oft tut in solchen situationen: er verordnet mir eine pause. die dinge, die sich ereignet hatten, mussten erst einmal sacken und bearbeitet werden.
obwohl ich mich selbst ziemlich unter druck setzte, weil ich doch gerade erst in der neuen stelle angefangen hatte, war ich froh darüber, diese pause verschrieben zu bekommen, denn es ging mir wirklich nicht gut. mit zunehmender besserung meines gesundheitszustandes konnte ich dann endlich alte baustellen in meinem kopf, meinem zimmer, meinen unterlagen aufräumen.
mein liebster hat über skype tagtäglich die krankenbetreuung geleistet, meine schwester die abendschichten übernommen. eine liebe freundin hat mich mit einem beim stricken verplauderten nachmittag wieder auf andere gedanken gebracht. vielen dank, ihr drei :-)
dani mit verschränkten armen und manu mit der kamera?]
inzwischen fühle ich mich wieder viel besser, auch wenn der hals noch kratzt, und ich kann sagen, ich habe die zeit genutzt. für so viele sachen. fürs gesundwerden, ordnen, schreiben, denken, stricken, basteln, aufräumen, putzen, aussortieren.
fast fertig ist jetzt das nest, das ich für den baldigen heimkehrer und mich bereite, denn wir brauchen platz und ordnung, um die nächsten zwei/drei monate hier in meinem kleinen zimmer zusammen leben zu können. vieles ist jetzt fertig geworden, ein paar dinge will und muss ich noch vorbereiten. glühende vorfreude macht sich breit, denn wir werden nun zusammenbleiben. und wir haben noch den ganzen sommer vor uns :-)
die pause war gut, nun kann ich wieder starten. ich nehme langsam anlauf...
viele grüße,
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